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Reine Ansichtssache II
Hermann Keuth und Otto Weil
Das Saarland aus der Sicht von
Malern und Zeichnern
Eröffnung
am Donnerstag, dem 3. November 2016,
ab 18 Uhr

Ausstellungsdauer
4. bis 19. November 2016

Öffnungszeiten
Do - Fr 14.00 - 18.00 Uhr,
Sa 11.00 - 14.00 Uhr
und nach telefonischer Vereinbarung


Diese Ausstellung ist dem Saarland aus künstlerischer Sicht gewidmet. Aus der Sicht von Künstlern, die hier lebten und in ihre Werke weit mehr einfließen ließen als die reine Abbildung. Sowohl in der Wahl ihrer Motive als auch in der Art ihrer Gestaltung gewähren die gezeigten Werke einen aufschluss-reichen Einblick in die sich wandelnde Denk- und Sichtweise im vergangenen Jahrhundert. Thematisch wird zwar angeknüpft an die gleichnamige Ausstellung im Januar 2012, doch gezeigt werden komplett andere Werke - darunter zahlreiche Neuer-werbungen. Im Mittelpunkt stehen die Werke von Hermann Keuth (1888-1974) und Otto Weil (1884-1929), die bereits 1917 gemeinsam ausstellten. Das Herzstück ist Hermann Keuths Mappe „Bilder aus Saarbrücken“ mit fünfzehn Original-Radierungen aus dem Jahr 1919. Ergänzend werden Arbeiten von Fritz Grewenig, Nora Hildebrand-Miersen, Georg-Friedrich Hoppstädter und Wilhelm Knapp gezeigt, so dass sich ein schönes Panorama des Saarlandes eröffnet, das längst vergessene und verschwundene Ansichten wieder in Erinnerung zu rufen vermag.


Hermann Keuth fasste nach einem Studium an der Kunstschule Düsseldorf und einer Tätigkeit als Dozent an der Münchner Akademie der Bildenden Künste in Saarbrücken wieder Fuß, als der Erste Weltkrieg zu Ende war. 1924 wurde er mit dem Aufbau des Heimatmuseums Saarbrücken, dem heutigen Saarland-museum, beauftragt und 1927 zu dessen ersten Direktor ernannt. Zeichnend und schreibend erkundete er begeistert das Land und leistete einen immens wichtigen Beitrag zur saarländischen Landes- und Volkskunde.

Otto Weil studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe und München. Er lebte in München und im Künstlerdorf Holzhausen am Ammersee, blieb aber seiner saarländischen Heimat zeitlebens eng verbunden. 1922 war er Gründungs-mitglied des Saarländischen Künstlerbundes, dem sich auch Keuth schon bald anschloss. Mit der spätimpressionistischen Gestaltungsweise und seinen bevorzugten Motiven wie Landschafts- und Industrieansichten, Porträts und Darstellungen arbeitender Menschen ist Weils Position in der saarländischen Kunst unumstritten.







Hermann Keuth,
„Alt-Saarbrücken vom Triller aus gesehen“,
1919, Radierung,
Büttenpapier 43,5 x 32,5 cm,
Platte 24 x 17,5 cm






Otto Weil,
„St. Johanner Markt“, Radierung,
1919, Radierung,
Papier 33 x 26,5 cm,
Platte 17,5 x 14 cm






Otto Weil,
„Blick von der Saar auf die Schlosskirche in Saarbrücken “,
Radierung, Papier 31 x 37 cm,
Platte 17 x 21 cm






Nora Hildebrand-Miersen,
„Notbrücke Saarbrücken“, 1957,
Aquarell, 25,2 x 17,8 cm






Hermann Keuth,
„Völklinger Hütte“, 1913, Radierung,
Büttenpapier 32,5 x 43,5 cm,
Platte 18 x 26,5 cm






Hermann Keuth,
„Blick vom Schloss auf St. Johann mit Basilika“,
1919, Radierung,
Büttenpapier 32,5 x 43,5 cm,
Platte 17,5 x 23 cm