AUFBRUCH UND MODERNE
AKTUELL
NEWSLETTER
ÜBER UNS
AUSSTELLUNGEN
KÜNSTLER
KONTAKT
LINKS
IMPRESSUM

Saarländische Kunst der 50er und 60er Jahre



Eröffnung:
Donnerstag 9. Juli 2026
um 19.00 Uhr

Begrüßung:
Hans Karl Reuther

Ausstellungsdauer:
9. Juli bis Oktober 2026

Öffnungszeiten:
die Ausstellung kann von
Montag bis Sonntag nach
telefonischer Vereinbarung
unter 0171 177 57 38
besucht werden.


Das Saarland der 1950er und 60er Jahre war ein Ort von außergewöhnlicher kultureller Dynamik. Zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs, dem autonomen Status und der Eingliederung in die Bundesrepublik entwickelte sich an der Saar eine Kunstszene von europäischem Format. Diese Ausstellung widmet sich einer Generation von Künstlern, die den Mut zum Experiment besaß und die saarländische Kunst mit der internationalen Moderne verknüpfte. Gezeigt werden Arbeiten einer „Hochzeit der Saarkunst“, in der Abstraktion, Informel und neue fotografische Sichtweisen aufeinander trafen.


Die Künstler der Ausstellung

* Monika von Boch (1915–1993): Eine zentrale Figur der „Subjektiven Fotografie“. Ihre Aufnahmen aus den 50er Jahren erhoben Alltagsstrukturen und Industriemotive zu abstrakten Kunstwerken.

* August Clüsserath (1899–1966): Ein Pionier des abstrakten Weges im Saarland. Seine Werke der 50er Jahre zeigen eine meisterhafte Auseinandersetzung mit Form und Farbe.

* Hans Dahlem (1928–2006): Seine Tuschzeichnungen und Gemälde sind eng mit der Literatur und dem Lebensgefühl jener Jahre verwoben. Er schuf Werke von großer Sensibilität und grafischer Kraft.

* Nora Hildebrand (1919–2014): Mit ihren einfühlsamen Zeichnungen, druckgrafischen Arbeiten und Gemälden setzte sie in einer männlich dominierten Kunstwelt eigene, unverwechselbare Akzente.

* Franz (1899–1980) & Hermann Juncker (1929–2025): Vater und Sohn, die mit ihrer Malerei und Grafik das Bild der saarländischen Kunstszene prägten – von der Naturbeobachtung bis hin zur freien Abstraktion.

* Wolfgang Kermer (1935): Als Exponent der jungen Avantgarde dieser Epoche experimentierte er mit Fotogrammen, Grafik und Metallskulpturen. Seine Arbeiten aus der Zeit zwischen 1956 und 1960 fangen den unbedingten Willen zur neuen Form ein.

* Otto Lackenmacher (1927–1988): Bekannt für seine ausdrucksstarken Porträts und figürlichen Kompositionen, die die menschliche Existenz in der Nachkriegszeit thematisierten.

* Horst Linn (1936–2025): Er konzentrierte sich in seinen frühen Arbeiten auf frei verformte Kupferbleche und Wandreliefs. Seine strengen, konkret-konstruktiven Kompositionen loten das Spannungsfeld zwischen Fläche und plastischem Raum aus.

* Christoph-Josef Steilen (1914–1990): Als Meisterschüler von Karl Kunz und Absolvent der Pariser Grande Chaumière brachte er Einflüsse der französischen Moderne ins Saarland. Seine Malerei besticht durch eine klare Linienführung und eine reduzierte, architektonische Bildsprache.

Erleben Sie eine Zeitreise in eine Ära, in der das Saarland zum Schmelztiegel der künstlerischen Avantgarde wurde.





Monika von Boch (1915–1993),
„Weißblech-Serie“, 1969
Serigrafie „65/65“ in schwarz
auf leichtem Karton 54,7 x 45 cm






August Clüsserath (1899–1966)
„Lineare Komposition“, 1952
Werknummer „188, Öl auf Leinwand 82 x 105 cm






August Clüsserath (1899–1966)
„O. T.“, 1958, Werknummer „58/186“
Pastellzeichnung auf braunem Papier 48 x 63 cm






Hans Dahlem (1928–2006)
„Blau – Rot“, 1960
Öl auf Leinwand 32 x 42 cm






Hans Dahlem (1928–2006)
„Komposition in Rot“, 1961
Öl auf Karton 44,3 x 32,6 cm
auf weiß gefasster MDF-Platte montiert






Nora Hildebrand (1919–2014)
„Südsee Riten“, 1963
Tempera/Binder auf Hartfaserplatte 50 x 65 cm






Nora Hildebrand (1919–2014)
„Die diebische Elster“, 1968
Tempera/Binder auf Hartfaserplatte 100 x 75 cm
Bild 60 der Ausstellung „saar 69“ im Saarlandmuseum 1969






Franz Juncker (1899–1980)
„Die Große Stadt“, 1965
„Herzsignatur“, Öl auf Hartfaserplatte 60 x 70 cm






Hermann Juncker (1929–2025)
„Rue Bonaparte“, Paris, 1966
Öl auf Leinwand 60 x 73 cm






Hermann Juncker (1929–2025)
„Notre-Dame, Paris“, 1967
Öl auf Leinwand






Wolfgang Kermer (1935)
O. T. („Engel“), 1958
geschweißte Skulptur aus Eisen
Höhe 40cm, Korpus ca. 34 x 26 cm
Standdurchmesser 14 cm






Wolfgang Kermer (1935)
„O. T.“ (Informel), 22.3.1958, Fotografik
Fotogram auf Silbergelatinepapier 18,2 x 24 cm
auf weißem Karton fixiert, PP-Ausschnitt 18 x 23,2 cm






Wolfgang Kermer (1935)
„Hommage A. Tápies“ (Informel), 1961, Eigendruck (Unikat)
Farbradierung in schwarz, blau und beige von 3 Platten
Ätzung, Aquatinta und Kaltnadel auf Papier 58 x 44 cm
Plattengröße 52 x 38 cm






Otto Lackenmacher (1927–1988)
„Weiblicher Schulterakt“, 1958
Linolschnitt von 2 Platten (gelb/schwarz)
auf dünnem bräunlichem Papier 46 x 32,5 cm
Werkverzeichnis Nr. 57-046-XE






Otto Lackenmacher (1927–1988)
„Paar mit Gläser“, 1967
Kaltnadelradierung auf Bütten 53 x 38 cm
Platte 50 x 32,5 cm






Horst Linn (1936–2025)
„Komposition 2“, 1964, Kupferrelief auf Platte 55 x 65 cm
rückseitig bezeichnet, „Komp 2“, „H.L.
aus der Werkgruppe (1961-68) der Kupferreliefs
abgebildet auf S. 45 im Werkverzeichnis
„Horst Linn – Relief 1961 – 2015“, WVZ Nr. 026






Max Mertz (1912–1981)
„Komposition Nr 1“, 1964
Öl auf Rupfen 92 x 73 cm






Max Mertz (1912–1981)
„Animalisch-Figurativ“, 1961
Holzschnitt transparentem Velin 49,5 x 64,5 cm






Christoph-Josef Steilen (1914–1990)
„Komposition mit Stieren“, 1952
Öl auf Hartfaser-platte 70 x 99,5 cm
unten rechts signiert und datiert