„Usbekistan trifft Europa“
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Modedesign von Luisa Kuhn
aus handgewebten usbekischen und französischen Stoffen
und
Usbekische Malerei von Isolde + Marina Hartwahn
und Djamshid Adilov alias JAMA
Eröffnung
am Donnerstag, dem 14. März 2019,
um 18.30 Uhr

Begrüßung: Hans Karl Reuther
Einführung: Dr. Brigitte Quack

Ausstellungsdauer
14. März bis 06. April 2019

Öffnungszeiten
Do - Fr 14.00 - 18.00 Uhr,
Sa 11.00 - 14.00 Uhr
und nach telefonischer Vereinbarung


Modedesign von Luisa Kuhn
aus handgewebten usbekischen und französischen Stoffen.


Nach dem Abschlussdiplom in Malerei an der Republikanischen Fachhochschule Taschkent war Luisa Kuhn 16 Jahre lang in der Gestaltungsabteilung des Kunstkombinates „Rasson“ in Taschkent tätig. 1984 ging sie nach Moskau, wo sie künstlerische Projekte und Ausstellungen plante und durchführte, architektonische und städtebauliche Konzepte erarbeitete und sich einen Namen im Bereich Museumsgestaltung und Objektdesign machte.

Hier wie dort kreiste ihre Arbeit um die künstlerische Inszenierung von Lebenswirklichkeiten, die sie immer wieder auch im Bereich Mode umsetzte.

So waren die Weichen gestellt, als sie 1996 ins Rheinland kam, wo sie seither als Designerin und freie Künstlerin tätig ist. Sie arbeitet für Museen (Neugestaltung des Landesmuseums Bonn) und Privatpersonen, entwirft, schneidert, malt, restauriert und ist Mitglied des ICOM, der IAPMA und im BBK Köln. 2012 machte sie bei der Cologne PaperArt auf sich aufmerksam mit großen, filigranen Papierobjekten, welche die Zeit als vierte Dimension im sich wandelnden Schattenwurf anschaulich werden lassen. Diese imposanten Werke belegen einmal mehr ihre künstlerische Kreativität, ihre Liebe zum Detail und zur sorgfältigen, handwerklich perfekten Ausführung, die auch jedes ihrer Kleidungsstücke zum Kunstwerk macht.

Inspiriert von einzigartigen, hochwertigen Stoffen französischer und usbekischer Meister der Webkunst entwirft Luisa Kuhn ausgefallene Einzelstücke für Mann und Frau - ebenso elegant wie originell. Ihre ausgefallenen Kleider, Röcke, Jacken und Mäntel sowie die Herrenjacken bestechen durch edle, haptisch in besonderer Weise erfahrbare Materialien und akribische Ausführung. Dabei sind in den Details und den Stoffen selbst viele überraschende Besonderheiten zu entdecken; so bieten ihre „Transformer“ genannten Jacken beispielsweise die Möglichkeit, sich mit wenigen Handgriffen in einen Schal verwandeln zu lassen.

All ihre Kreationen garantieren einen angenehmen Tragekomfort und ein extravagantes Erscheinungsbild, denn sie bringen klassische und avantgardistische Mode-Elemente in einzig-artiger Weise zusammen. Zudem ist es der Kosmopolitin gelungen, ihnen ein philosophisch-künstlerisches Lebensgefühl einzuhauchen: Sie vermitteln eine subtile Empfindung von Leichtigkeit und Opulenz, welche die Persönlichkeiten ihrer Träger/innen geschickt zu unterstreichen vermag.
Mobil: +49 176 23883560
www.kuhnlu.de; kuhnlu@hotmail.com


Usbekische Malerei
Drei Künstler aus Usbekistan – drei Malergenerationen


Die Gemälde von Isolde Hartwahn blieben Zeit ihres Lebens dem Gegenständlichen in hohem Maße verhaftet. Sie zeigen Stillleben, Stadtszenen und Landschaften ihrer Heimat in Usbekistan, aber auch ausdrucksstarke Gesichter, vielfach gezeichnet von den Spuren eines entbehrungsvollen Lebens. Ihre Tochter Marina hingegen schuf Ölgemälde zwischen Figuration und Abstraktion. Mit flotten, kraftvollen Pinsel-schlägen malte sie stark bewegte Werke in leuchtenden Farben, die mit gegenständlichen Elementen durchsetzt sind und vor Lebendigkeit und Spontaneität geradezu sprühen. Weitaus weiter in die Abstraktion wagt sich Djamshid Adilov, alias JAMA. Seine impulsiven Bilder leben von einer vereinfachten Formsprache und ausdrucksstarken Farben, die in sicheren, freien Pinselschlägen auf den Malgrund aufgebracht werden. Mit Witz und Selbstkritik gestaltet er abstrahierte Figuren, die viel von den unterschiedlichsten menschlichen Emotionen erzählen.


Isolde Hartwahn

1907 geboren in Welikij-Ustjug/Russland; 1926-1927 Studium an der Zeichenfachschule in Simferopol; 1928 Besuch der Röhrich-Kunstfachschule in St. Petersburg; 1929-1930 Besuch der „Wchutemas und Wchutein“ Hochschule in Moskau; 1930-1932 Studium an der Moskauer Textilkunsthochschule; Diplom; 1933-1939 tätig als Textildesignerin an der „Trjochgornaja Manufaktur“ in Moskau; 1947 Übersiedlung nach Taschkent; 1947-1962 tätig als Textildesignerin im Textilkombinat in Taschkent; 1934-1990 Mitglied im Künstlerbund der UdSSR; 1990 Übersiedlung nach Saarbrücken/Deutschland; 1998 gestorben in Saarbrücken;


Marina Hartwahn

1935 geboren in Moskau; 1954-59 Studium der Malerei an der Kunstfachschule Taschkent; Lehrerdiplom; 1959-65 Studium als Bühnenbildnerin an der Kunstakademie Taschkent; Diplom; 1964-71 tätig als Bühnenbildnerin und Kostümgestalterin bei Usbekfilm in Taschkent; 1967-92 Mitglied im Künstlerverband der Filmemacher in der UdSSR; 1973-84 Dozentin an der Pädagogischen Hochschule und der Kunstfachschule in Taschkent; 1992 Übersiedlung in die BRD; Ab 1994 Mitglied im BBK-Saar; Gestorben 2005 in Saarbrücken; Auszeichnungen: 1974 2. Preis in der Ausstellung „Künstler aus Usbekistan“ im Kongresszentrum Moskau; 1983 Verleihung des Ehrentitels „Verdiente Künstlerin von Usbekistan“;


Djamshid Adilov (JAMA)

geb. 1979 in Tashkent / Usbekistan; 1997-2006 Studium der Malerei an der Pavel Benkov Kunstakademie in Tashkent; Abschlussdiplom; Zahlreiche Ausstellungen in Usbekistan, Russland und Germany;





Mode von Luisa Kuhn






Mode von Luisa Kuhn






Mode von Luisa Kuhn






Mode von Luisa Kuhn






Mode von Luisa Kuhn






Mode von Luisa Kuhn






Mode von Luisa Kuhn






Mode von Luisa Kuhn






Isolde Hartwahn
„Samarkand“, 1957, Öl auf Karton






Isolde Hartwahn
„Weberin“, 1955, Tempera auf Papier






Isolde Hartwahn
„Markt“, 1965, Tempera auf Papier






Marina Hartwahn
„Chiva“, 1955, Tempera auf Karton






Marina Hartwahn
Skizze „Usbekische Madonna“, 1969
Tempera auf Karton






JAMA
„Blaue Maus“, 2015, Öl auf Hartfaserplatte






JAMA
„Flötenspieler“ 2014, Öl auf Hartfaserplatte