Nora Hildebrand-Miersen
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Retrospektive zum 100. Geburtstag

Malerei, Graphik und Zeichnung
Eröffnung
am Donnerstag, dem 26. September 2019
um 19.00 Uhr

Begrüßung: Hans Karl Reuther

Ausstellungsdauer
26. September bis 11. Oktober 2019

Öffnungszeiten
Di - Fr 14.00 - 18.00 Uhr,
Sa 11.00 - 14.00 Uhr
und nach telefonischer Vereinbarung


Die Ausstellung ist auch am 28. und 29. September von 11 - 18 Uhr
im Rahmen der Saarbrücker „Tagen der bildenden Kunst" geöffnet.



Retrospektive zum 100. Geburtstag von Nora Hildebrand-Miersen „Freunde der Seele“

Als Nora Miersen 1945 ins Saarland kam, lagen zahlreiche Umzüge und Schulwechsel, ein Kunststudium in Lübeck und Berlin, der Tod ihres ersten Ehemannes Klaus Miersen sowie Krieg und Flucht hinter ihr. In Saarbrücken, wo sie erst einmal als Plakatmalerin arbeitete, führte ihr Weg schließlich zur Freien Kunst. Hier entdeckte Nora Hildebrand-Miersen, wie sie sich seit der Hochzeit mit Emil Hildebrand nannte, die Abstraktion als ihren Weg der inneren Befreiung. Von da an konnte sie ihr schweres, wechselvolles Leben in Bildern verarbeiten, die bis heute in Emotionen atmen. "Die Erlebnisse bildeten den Humus, aus dem alles entstand. Ich ließ sie ruhen, bis sie langsam auftauchten, völlig verwandelt, nicht mehr als solche zu erkennen."

In vielen Jahrzehnten zurückgezogenen Lebens in Nennig schuf die Künstlerin zahlreiche Gemälde und Grafiken, die nie gezeigt wurden. Es waren ihre Freunde der Seele, ihre Gefährten, die sie wie Kinder hegte, um sie dann doch ins Leben zu entlassen: 2007 trat sie mit ihnen wieder ins Licht der Öffentlichkeit. Auf ihrem Weg in die Welt machen einige ihrer Bilder nun erneut Station in unserer Galerie. Abstrahierte Zeichnungen, Radierungen und Linoldrucke belegen eindrucksvoll, wie meisterhaft Nora Hildebrand-Miersen Zeichen- und Druck-techniken beherrschte. Ebenso wie die herrlichen Gemälde stammen sie aus unterschiedlichen Werkphasen, kommen verspielt und mit surrealem Impetus einher. In beiden Genres sind Versatzstücke der Realität zu entdecken, die ornamenthaft in vielgestaltige Grundstrukturen eingebunden werden. Bilder, die sacht und leise in tiefen Emotionen atmen und einen schönen Einblick in das Werk der 2014 verstorbenen Künstlern geben.


Nora Hildebrand-Miersen, geb. Sprengart

geboren 1.9.1919 in Aachen, nach dem Abitur in Lübeck zwei Semester an der dortigen Kunstschule.1939 – 1944 Studium an der „Staatlichen Hochschule für Bildende Künste“ Berlin bei den Professoren: Ludwig Bartning und Klewer, Grafik; Kurt Wehlte und von Kursell, Malerei; W. Tank, Anatomie; Schwab, Schrift; Michel, Stein- und Kupferdruck.1945 Eger: Freischaffende Künstlerin mit Atelier bis zur Vertreibung und Flucht ins Saarland. Kino - Plakatmalerei in Saarbrücken, danach selbstständig. 1955-1972 zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen. seit 1973 zurückgezogen weitermalend in Perl-Nennig. Erste Einzelausstellungen wieder ab: 2007 „Druckgrafische Arbeiten“ im Heimatmuseum St. Arnual. 2009 zum 90. Geburtstag im Fellenberg Museum Merzig, dazu erscheint der 62 seitige Katalog „losgelöst“ 2011 Herausgabe des Kataloges „im freien Fluss der Fantasie“ 2011 „heiter bis wolkig“ in der galerieampavillon in Saarbrücken. 2013 „im freien Fluss der Fantasie“ in der galerieampavillon in Saarbrücken. gestorben 25.12.2014 in Perl-Nennig






„diebische Elster“, 1969
Gouache auf Hartfaserplatte 65 x 96 cm
Bild Nr. 60 in der Ausstellung
„saar 69" im Saarlandmuseum.






„Kleine Ballade vom Mond“, 1972
Gouache auf Hartfaserplatte 57 x 42 cm






„Der Mensch gefangen in sich selbst..“
philosophische Zeichnung auf Papier 42 x 29,5 cm






„Paar“
Linolschnitt Handruck, Platte ca. 24,5 x 28 cm
der Holzschnitt wurde nie als Auflage gedruckt






„nächtlicher Spuk“, 1965
Unikat in der Farbkombination, Linolschnitt
Handdruck von 2 Platten ca. 31 x 41 cm






„Rauhreif“, 1988
Radierung, 7/20
Platte 17,5 x 19 cm






„Eva die Traurige“, 1986
Gouache und Eidotter auf
Hart-faserplatte 52 x 41 cm